Das Landestrainer-Team der Leichtathletik Baden-Württemberg hat sich angesichts weiter anhaltender Einschränkungen im Trainingsbetrieb auf Sportplätzen und in Stadien eine ganz besondere Challenge ausgedacht.

Bei dieser Challenge dreht es sich um die Geschwindigkeitsentwicklung, denn egal ob sprinten, springen, werfen oder laufen – jetzt ist Speed-Training angesagt. Aus diesem Grund startet die erste Challenge losgelöst von Sportstätten. Gesprintet, gehüpft und gesprungen wird auf Feldern, Wiesen, im heimischen Garten oder vor der Haustüre. Das Trainerteam der U14/16/18 mit Anja Huber, Carol DeVack-Reichle und Ralf Herr motivierten ihre Athleten/innen sich den Sportaufgaben zu stellen. Per Mail erhielten alle die genaue Erklärung/Vorgehensweise mitgeteilt. Vierzehn Sportler/innen der LVD stellten sich der Challenge.  Meinung aller Teilnehmer: „Der Spaß an diesem alternativen Wettbewerb ist groß“ 

Hier die Ergebnisse (von ganz Baden-Württemberg):

Weibliche U 14 (100 Teilnehmerinnen): 78.Platz: Mia Egle 

Weibliche U16 (87. Teilnehmerinnen):

  1. Platz: Sophia Kaufmann
  2. Platz: Lisa Jäggle 

Weibliche U18 (27. Teilnehmerinnen):

  1. Platz: Pia Mummenthaler 

Männliche U14 (61. Teilnehmer):

  1. Platz: Mark Rothweiler
  2. Platz: Erik Rothweiler
  3. Platz: Aaron Happle
  4. Platz: Julian Raszillier
  5. Platz: Laurenz Fischer
  6. Platz: Manuel Gründemann
  7. Platz: Leo Rygol 

Männliche U18 (23 Teilnehmer):

  1. Platz: Nicolas Panzini
  2. Platz: Marius Goedel 

Männliche U20 (6 Teilnehmer):

  1. Platz: Jakob Egle (etwas Zeit verloren durch den Sturz beim T-Sprint) 

„Meine Schule/Verein läuft“ welches schon zum dritten Mal vom LVD durchgeführt wurde, war trotz Corona wieder ein Erfolg. Ein großes Lob an die Eltern der Athleten/innen, die das Projekt unterstützt haben. Das Trainerteam schickte jede Woche ein neues Bewegungsspiel oder einen Lauf-Trainingsplan für die U8/10/12/14. Ca. 35 Athleten/innen waren mit dabei. Herausragend war Mia Egle U14 die insgesamt 124,5 km lief. Im Schnitt wurden zwischen 10 km und 60 km erreicht.

Bewegung steigert die geistige Leistungsfähigkeit Wenn wir uns bewegen, wird unser Gehirn besser durchblutet, wodurch nicht nur die Versorgung mit Sauerstoff verbessert wird, sondern auch der Transport anderer biochemischer Substanzen. Durch regelmäßigen Sport über einen längeren Zeitraum wird zudem die Ausbildung neuer Synapsen, sowie die Festigung bestehender Gehirnverbindungen begünstigt. Diese positiven Effekte führen zu mehr Kreativität und einem gesteigerten Denkvermögen im Alltag.

Am Samstag 10.04 fand die Siegerehrung – Corona konform statt. D.h.  Die Kinder erhielten ihre Teilnehmerurkunden, Pokale und Preise mit Abstand und einzeln. Die Jugendvertreter Vivien Willmann und Toni Ketterer übernahmen die Übergabe.

Mit 14709 Sprünge dominierte Till Ketterer U14 die Seilspring Challenge der LVD und wurde souveräner Sieger. Die erst siebenjährige Annika Frank U8 erreichte mit 8046 Sprüngen den zweiten Platz.  Ein beeindruckendes Ergebnis. Insgesamt waren ca. 30 Athleten der LVD aktiv. Die Siegerehrung fand einzeln, mit Abstand statt. Das Seilspringen fördert nicht nur die Bewegungskoordination, beim fröhlichen um-die-Wette-Hüpfen werden auch sämtliche Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht. Zudem hilft das Springen auch beim Stressabbau und fördert die Konzentration. Kinder können sich spielerisch bewegen und gleichzeitig geistig und körperlich fit halten. Somit ein gelungenes Projekt der LVD.

Normalerweise finden die Kreiswaldlaufmeisterschaften immer am Samstag vor Palmsonntag statt. Auch dieses Jahr musste die Laufveranstaltung aufgrund von Corona abgesagt werden. Eine große Enttäuschung für die jungen Athleten/innen, da diese Laufveranstaltung immer der erste Wettkampf der Frühjahrs/Sommersaison ist. Aus diesem Grunde überlegte sich das Trainerteam eine Alternative. An drei Tagen hatten die Sportler/innen die Möglichkeit ihre individuelle Waldlaufmeisterschaft oder einen Sternen Crosslauf durchzuführen. Donaueschingen und die nähere Umgebung ermöglicht Läufern/innen wunderschöne Laufmöglichkeiten/strecken für diese Aktion. Die U8/10/12/14 lief den Sternen Crosslauf und sammelte dort ihre km und Zeiten. Die U16/18/20 mussten zwischen 2 – 5 km absolvieren. Eifrig wurden Fotos, Laufprotokolle und Laufzeiten an die Trainer geschickt. Eine Alternative, die dennoch den richtigen Wettkampf nicht ersetzen kann.

Schon beim ersten Lockdown waren die Trainer der LVD aktiv. Mit Trainingsplänen, Videobotschaften, Aktionen „Wie trainiere ich zu Hause“…usw. wurden die Sportler aller Altersklassen versorgt. Die deutsche Mittelstreckenelite Katharina Trost und Christoph Kessler richteten sich in einer Videobotschaft an die jüngeren Athleten um sie weiterhin für Laufeinheiten/Gymnastik/Stabilisationsübungen zu motivieren. Nun im Light-Lockdown November warb der Badische und Deutsche Leichtathletikverband mit seinen Top-Athleten wie zum Beispiel Malaika Mihambo ( Weltmeisterin im Weitsprung) die in kleinen Filmen dem Leichtathletik-Nachwuchs Mut machten für alternative Trainingseinheiten/Möglichkeiten in der Wohnung/Haus/Garten/Wald.  Auch Katharina Trost und Christoph Kessler hatten sich nochmals an die Jüngsten der LVD -Athleten gewandt mit einer virtuellen Botschaft. Ebenfalls aktiv sind die Trainer der LVD sie stellen Trainingspläne zur Verfügung und sind im ständigen Kontakt mit den Athleten. Der eine oder andere Athlet schickt Fotos und berichtet über sein alternatives Training. Interessierte können diese Beiträge auf Facebook/Instagram oder der Vereinshomepage verfolgen.

Viel Verständnis hat der LV Donaueschingen für den Wechsel von Emanuel Molleker zum TSV Bernhausen/LG Fildern. Seit September besucht Emanuel das Sportinternat in Stuttgart, um sich noch gezielter auf die Leichtathletik zu konzentrieren. Im November 2020 wurde er in den DLV Zehnkampf-Nachwuchskader NK2 berufen. Ein großartiger Erfolg für den jungen Athleten, der in den letzten zwei Jahren eine positive Leistungsentwicklung zeigte. Emanuel kam im Grundschulalter zur Leichtathletik und zeigte schon recht schnell im Training beim LVD, dass er Talent besitzt. Dies galt es nun aufzubauen. Wichtig war den Trainern die Vielseitigkeit zu fördern gekoppelt mit Spaß und Freude an dieser Sportart. Durch die gute Gruppendynamik im Training und die Möglichkeit drei Mal in der Woche im Anton-Mall-Stadion zu trainieren entwickelte sich Emanuel hervorragend weiter. Zwei Jahre lang wurde er dann gezielt von Anja Huber trainiert und begleitet. Schwerpunkt war zuerst der Hochsprung in dem Emanuel sich einige Titel holte und auch im DLV Kader berufen wurde. Durch seine Vielseitigkeit und den guten Resultaten war aber auch der Mehrkampf sein Steckenpferd. Nun hat er sich für den 10-Kampf entschieden. In diesem Jahr war es für die Athleten fast unmöglich Wettkämpfe zu bestreiten. Im Juli absolvierte er in Hechingen seinen Qualifikationswettkampf für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften. Diese fanden im August unter strengen Auflagen statt. Hier zeigte er durchwegs gute Leistungen und wurde mit dem achten Rang der U18 belohnt. In seinem neuen Verein kann sich Emanuel mit dem Kaderstützpunkttrainer Florian Bauder intensiv auf die Saison 2021 vorbereiten. Der LVD wünscht Emanuel alles Gute für seine sportliche Zukunft.

Bei kühlen Temperaturen und windigen Bedingungen starteten vier Athletinnen der LVD in Engen und Kirchzarten. Mittelstreckenläufern Carina Rothweiler testete ihre Sprintfähigkeit über die 100 Meter U18 in Kirchzarten und gewann souverän mit 13,74 Sekunden . Vivien Willmann sprintete ebenfalls die 100 Meter der W15 in Engen. In ihrem Zeitlauf wurde sie in 14,72 Sekunden Zweite und im Endergebnis aller Läufe Sechste . 

Für eine Überraschung sorgte Nele Hansel die persönliche Bestleistung über die 800 Meter der W13 lief. In sehr guten 2:54,51 Minuten erreichte sie in einem sehr starken Teilnehmerfeld den fünften Platz. Ida Mungenast in ihrem ersten 800 Meterlauf bei der W12 lief in 3:08,29 Minuten auf Rang drei.