Schon beim ersten Lockdown waren die Trainer der LVD aktiv. Mit Trainingsplänen, Videobotschaften, Aktionen „Wie trainiere ich zu Hause“…usw. wurden die Sportler aller Altersklassen versorgt. Die deutsche Mittelstreckenelite Katharina Trost und Christoph Kessler richteten sich in einer Videobotschaft an die jüngeren Athleten um sie weiterhin für Laufeinheiten/Gymnastik/Stabilisationsübungen zu motivieren. Nun im Light-Lockdown November warb der Badische und Deutsche Leichtathletikverband mit seinen Top-Athleten wie zum Beispiel Malaika Mihambo ( Weltmeisterin im Weitsprung) die in kleinen Filmen dem Leichtathletik-Nachwuchs Mut machten für alternative Trainingseinheiten/Möglichkeiten in der Wohnung/Haus/Garten/Wald.  Auch Katharina Trost und Christoph Kessler hatten sich nochmals an die Jüngsten der LVD -Athleten gewandt mit einer virtuellen Botschaft. Ebenfalls aktiv sind die Trainer der LVD sie stellen Trainingspläne zur Verfügung und sind im ständigen Kontakt mit den Athleten. Der eine oder andere Athlet schickt Fotos und berichtet über sein alternatives Training. Interessierte können diese Beiträge auf Facebook/Instagram oder der Vereinshomepage verfolgen.

Bei kühlen Temperaturen und windigen Bedingungen starteten vier Athletinnen der LVD in Engen und Kirchzarten. Mittelstreckenläufern Carina Rothweiler testete ihre Sprintfähigkeit über die 100 Meter U18 in Kirchzarten und gewann souverän mit 13,74 Sekunden . Vivien Willmann sprintete ebenfalls die 100 Meter der W15 in Engen. In ihrem Zeitlauf wurde sie in 14,72 Sekunden Zweite und im Endergebnis aller Läufe Sechste . 

Für eine Überraschung sorgte Nele Hansel die persönliche Bestleistung über die 800 Meter der W13 lief. In sehr guten 2:54,51 Minuten erreichte sie in einem sehr starken Teilnehmerfeld den fünften Platz. Ida Mungenast in ihrem ersten 800 Meterlauf bei der W12 lief in 3:08,29 Minuten auf Rang drei.

Zum diesjährigen Saisonhöhepunkt starteten zwei LVD Leichtathleten bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Walldorf. Medaillen holten Marcel Willmann und Carina Rothweiler vom LV Donaueschingen/LG Baar.

Die Corona-Pandemie beherrschte in mehrfacher Hinsicht die Meisterschaften an den beiden Wochenenden. Normalerweise werden diese Titelkämpfe im Juni ausgetragen und dienen auch als Qualifikationsmöglichkeit für die nationalen Meisterschaften. In diesem Jahr war ein Termin erst nach den Sommerferien möglich. Um die Zahl der Wettkämpfer zu begrenzen, wurde die maximale Teilnehmerzahl in den einzelnen Disziplinen auf 12 bis 24 Athleten beschränkt. Zuschauer wurden nicht zugelassen und die Betreueranzahl wurde ebenfalls begrenzt. Die Austragung war nur möglich durch die Erfüllung eines umfangreichen Konzepts mit den Schwerpunkten Hygiene, Einhaltung von ausreichenden Abständen und Dokumentation der Besucher, um das Ausbreiten einer Infektion einzuschränken.    

Gleich zu Beginn des Wettkampftages zeigte Marcel Willmann sein technisches Können im Diskuswerfen. Im dritten Versuch setzte er sich mit 45,19 m auf dem Silberrang fest und konnte seinen Platz mit 45,33 m im letzten Versuch zementieren. Im Kugelstoßen der männlichen U18 lief es für Marcel Willmann nicht rund. Er hatte seine Trainingsschwerpunkte offensichtlich auf den Drehwurf ausgerichtet und blieb mit 13,66 m als Sechster unter seinen Möglichkeiten.

Mittelstrecklerinnen Carina hatten diesmal auf die 400 m Strecke gesetzt. Carina Rothweiler bewies auf der Zielgeraden enormes Stehvermögen und sicherte sich mit persönlicher Bestleistung in 59,62 sek Bronze bei der U 18.

Einen hervorragenden Wettkampf lieferte Mia Egle LV Donaueschingen in Neustadt am Samstag 19.09.2020 bei der U14/W12 ab. So erreichte sie im Ballwurf mit  25,5 Meter den dritten Rang , beim Sprint über 75 Meter in 11,5 Sekunden sprintete sie souverän zum Sieg. Der Weitsprung verlief spannend und mit 3,75 Meter und Patz 2 ein sehr gutes Ergebnis für die junge Athletin.

Drei Tage lang kämpften die Athleten der U18/20 um Titel und gute Platzierungen bei den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften in Heilbronn (04.09-06.09.2020). Mit dem Ziel seine Bestleistung von 1,95 Metern zu bestätigen bzw. zu verbessern startete Emanuel Molleker von der LG Baar/LV Donaueschingen im Hochsprung der männlichen U18. Neun Teilnehmer waren am Start und die Anfangshöhe von 1,80 wurde von allen übersprungen. Emanuel kam gut in den Wettkampf und übersprang die 1,85 gleich im ersten Versuch. Bei 1,90 war es nun nach 2 Fehlversuchen schwierig konzentriert und ruhig zu bleiben. Emanuel übersprang dann im dritten Versuch diese Höhe. Leider leistete er sich über die 1,94 drei Fehlversuche und beendete den Wettkampf als Neunter. Sieger wurde Elias Dickel von der LG Wittgenstein mit 2,04 Meter.

Walldorf war der Austragungsort der Baden- Württembergischen Meisterschaften der Aktiven/U20. Integriert waren die Meisterschaften über die Mittelstrecke 800/1500 der U18. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging Carina Rothweiler LG Baar/LVDonaueschingen über die 800 Meter mit weiteren 12 Teilnehmerinnen an den Start. Zwei Zeitläufe wurden durchgeführt. Die Starterinnen gingen die ersten 400 Meter flott in 1:03 Minuten an. Das Feld bis zu 600 Meter noch zusammen sortierte sich über die letzten 200 Meter. Im Schlussspurt gewann Lisa Merkel in 2:12,95 Minuten klar den Zeitlauf und wurde insgesamt Siegerin der U18. Carina Rothweiler kämpfte um eine gute Platzierung und erreichte in 2:21,21 Minuten als Achte das Ziel. Dies bedeutete auch im Endergebnis Platz acht. Ebenfalls im Teilnehmerfeld Alina Herr vom TV Neustadt die in 2:17,60 auf Rang sechs lief.

„Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer am Start, Matthias Brugger als Favorit schon nach der ersten Disziplin aus dem Rennen.“ Mit diesen Schlagzeilen wurde es für den Mehrkampfnachwuchs ein besonderes Erlebnis, dass ihr Wettkampf parallel zu den Meisterschaften der Deutschen Mehrkampfelite stattfand. Mussten sich am Freitag die Athleten der U18/20 mit der Hitze arrangieren, galt es am Samstag mit dem Regen klar zu kommen. Dies war auch für Emanuel Molleker LG Baar/LV Donaueschingen eine Herausforderung. In seinem ersten Jahr der U18 zeigte er und die anderen 23 Teilnehmer viele gute Leistungen in den 10 Disziplinen. Der erste Tag fing gleich mit einer persönlichen Bestleistung an. Emanuel lief die 100 Meter in 11,65 Sekunden. Im anschließenden Weitsprung steigerte er seine Bestleistung um 34 cm auf hervorragende 6,70 Meter. Im Stabhochsprung war er mit 3,80 Meter zufrieden. Seine Technik im Kugelstoßen hatte er die letzten Monate auf die Drehstoßtechnik umgestellt und stieß die Kugel 13,43 Meter weit. Beim abschließenden 400 Meter Lauf lief er in 54,22 Sekunden zur persönlichen Bestleistung. Ein gelungener erster Tag und dem vorläufigen elften Rang. Der zweite Tag begann mit den 110 Hürden (15,47 Sec.) anschließend der Speerwurf (45,79 Meter). Bei seiner Paradedisziplin dem Hochsprung war er mit übersprungenen 1,83 enttäuscht. Die Anspannung war ihm deutlich anzumerken und somit fehlte die Lockerheit bei den Sprüngen. Im Diskus zeigte er aber, dass er mit Enttäuschungen klarkommt und steigerte sich auf 39,68 Meter PB. Nun galt es den achten Rang sicher nach Hause zu laufen. In 5:08,97 Minuten (PB) sicherte sich Emanuel den achten Platz. Auch Trainerin Anja Huber war mit den erreichten 6486 Punkten ihres Schützlings sehr zufrieden. Sieger der U18 wurde Maximilian Karsten VFL Wolfsburg mit 7078 Punkten.