Emmanuel Molleker von der LG Baar / LV Donaueschingen wurde am vergangenen Wochenende süddeutscher Meister im Hochsprung der M 15. In einem beherzten Rennen sicherte sich die 15-jährige Alina Herr vom TV Neustadt Bronze über 2000 m der W 15. Die ein Jahr jüngere Jolanda Kallabis ließ sich als klare Favoritin den Titel der W 14 über 800 m nicht nehmen. Yannik Winterhalder vom TB Löffingen / LG Baar erreichte in zwei Wurfdisziplinen das Finale. Thomas Schmitt  vom TV Neustadt kam als Siebter über 800 m bei der M 14 ins Ziel. Der ehemalige Donaueschinger Alexander Kessler wurde nach einem harten Temporennen Dritter bei den Junioren über 800 m.

Mit diesem Erfolg hatte keiner gerechnet. Emmanuel Molleker, der sich zurzeit intensiv auf die deutschen Mehrkampfmeisterschaften vorbereitet, konnte im Hochsprung gegen die Spezialisten mithalten und zum Schluss mit Können und ein bisschen Glück den Titel der M 15 erobern. Gleich 4 Nachwuchsathleten meisterten die Höhe von 1,83 m. Er und Moritz Eisold von der LG Tuttlingen- Fridingen hatten keinen einzigen Fehlversuch bis zu dieser Höhe und belegten gemeinsam den 1. Rang. Die anderen zwei Konkurrenten benötigten mehrere Versuche über tiefere Höhen und mussten mit den Rängen 3 und 4 Vorlieb nehmen. Molleker schaffte auch im Weitsprung mit 6,03 m eine neue Bestleistung und verfehlte um 3 Zentimeter das Finale der besten Acht. Nach den beiden Sprüngen am ersten Tag widmete er sich am zweiten Tag den Würfen. Im Diskuswerfen schleuderte er das 1 kg schwere Gerät gleich im ersten Versuch auf 47,76 m. Diese persönliche Bestmarke brachte ihm Rang 4. Im Kugelstoßen ließ er einen weiteren Hausrekord folgen und sicherte sich mit 13,35 m den 8. Rang.

Sein ein Jahr jüngerer Trainingspartner Yannik Winterhalder konnte sich nach seinen badischen Einzeltiteln im Kampf gegen die Spitzenkönner aus den anderen süddeutschen Verbänden gut behaupten. Im Kugelstoßen steigerte er sich von Versuch zu Versuch und hatte letztendlich 12,47 m vorzuweisen. Diese persönliche Bestmarke brachte ihm Rang 6 ein. Gerade 40 Zentimeter fehlten ihm zum Bronzerang. Im Diskuswerfen lief es ihm dafür gar nicht rund. Bei 32,55 m blieb ihm in der Endabrechnung Rang 8. Über 100 m fehlten ihm als Fünftem seines Vorlaufs mit 12,62 sek nur wenige Hundertstel Sekunden für den Einzug ins Semifinale.

Über 2 Runden versuchte Jolanda Kallabis, einen neuen badischen Rekord über 800 m zu laufen. Schon nach wenigen Metern lief sie der Konkurrenz auf und davon. Ausgelaugt nach einer harten Trainingswoche fehlten ihr auf den letzten 200 m die notwendigen Körner für die gewünschte Rekordzeit. Mit dem klaren Sieg in 2:17,51 min erreichte sie aber ihr Minimalziel. Über die gleiche Distanz ging es für Alexander Kessler im Trikot der LG Regio Karlsruhe um die Platzierung. Rennen um Bestzeiten werden bei kommenden Abendsportfesten erfolgen. Als Dritter konnte er sich auch über gute 1:54,46 min freuen, zumal er der Jüngste im Teilnehmerfeld war. Der Neustädter Thomas Schmitt musste im Rennen der M 14 die Überlegenheit der Spitzenläufer anerkennen. In 2:16,01 sek reichte es ihm immerhin zu einem guten 7. Platz.

Auf die 800 m und damit einen Doppelstart hatte Alina Herr am Sonntag verzichtet und sich damit auf die 2000 m Distanz konzentriert. Nach einem taktisch gut eingeteilten Rennen, in dem sie das enorme Tempo der Führenden nicht mitging und sich in Lauerstellung hielt, konnte sie diesmal auf den letzten 200 m nochmals richtig Gas geben und sich noch auf den Bronzerang vorkämpfen. Nicht nur von der wieder erlangten Schnelligkeitsausdauer sondern auch vom neuen persönlichen Rekord war ihre Mutter und Trainerin Tina nach dem Rennen begeistert.